Künstliche Intelligenz

An einem Thema in Sachen Technologie kommt mittlerweile keiner mehr vorbei: Künstliche Intelligenz, kurz KI genannt. Wir denken dabei zuerst an autonomes Fahren, Roboter, die uns immer ähnlicher werden, und natürlich auch an mögliche Gefahren. Aber welche positiven Veränderungen können mit der KI kommen? Und warum ist das für Unternehmen – und ihre Kundenbeziehungen – sehr interessant?

Siri und ihre Artgenossen wären für viele Menschen vor 15 Jahren noch kaum denkbar gewesen. Mittlerweile sind unsere „künstlich intelligenten“ Freunde nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Es geht darum, Vorgänge im Alltag und im Job zu erleichtern, zum Beispiel das Kommunizieren.

Aber KI wird noch viel mehr können. Wir haben darüber mit Herrn Prof. Peter Gentsch gesprochen. Er ist Entrepreneur und Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Betriebswirtschaft an der HTW Aalen. Schon seit den 90er Jahren – lange, bevor viele überhaupt eine Internetverbindung zu Hause hatten – beschäftigt er sich mit der Digitalisierung. Für seine Arbeit hat Gentsch auch einige Preise bekommen, wie zum Beispiel den Deutschen Preis für Online Kommunikation (2014).

Von Herrn Gentsch haben wir viel über Unternehmenskommunikation, Zukunftschancen, sowie Empathie und Ethik im Rahmen der künstlichen Intelligenz erfahren.



Bot zu Bot

KI-Systeme werden immer besser, sie lernen sich menschlich zu verhalten und können für uns mit Unternehmen kommunizieren. Die Automatisierung von Kommunikation zeigt sich beispielsweise in einer vermehrten Kommunikation nicht nur zwischen Bot und Mensch, sondern auch zwischen Bots untereinander. So etwas könnte für uns Menschen einen großen Mehrwert haben, weil es uns Aufgaben abnimmt und somit Zeit schenkt.

Empathie als Schlüssel

Empathie spielt eine Schlüsselrolle beim Thema KI-Dienste. Wie Gentsch anmerkt, liegt hier die Challenge zu entscheiden, wann Empathie wichtig ist und wann nicht. Geht es um eine technische Flugbuchung, braucht man nicht zwingend einen Menschen als Gegenüber. Wenn man allerdings eine Lebensversicherung abschließen möchte, ist ein menschlicher Ansprechpartner nicht so leicht zu ersetzen. Unternehmen müssen also wissen (und lernen), wann es einen Menschen bedarf und wann eine Maschine ausreicht.

Wohin die Reise geht

Erst seit kurzem können dank besserer Rechnerleistung endlich viele Zukunftsphantasien erfüllt werden, die früher noch unmöglich umzusetzen waren. KI kann beispielsweise Krankheiten heute schon früher erkennen als wir Menschen. Der Schlüssel zur immensen Entwicklung der KI liegt in der maschinellen Kapazität und der Datenverarbeitung in kürzester Zeit. Aber was menschliche Eigenschaften wie Gefühle angeht, sind wir mit der KI noch am Anfang: „Wir sind natürlich weit davon entfernt, dass ein Computer oder eine künstliche Intelligenz Emotionen, Kreativität oder Intuition hat. Oder gar strategisch denken kann“, so Gentsch.

Was ist das große Potential der KI? Für Prof. Gentsch ist die künstliche Intelligenz die größte digitale Revolution der Menschheit. Sie wird ganze Ökosysteme beeinflussen, nicht nur unser alltägliches Verhalten. „Darum ist KI wirklich ein Game Changer für unser gesamtes Leben, privat wie beruflich.“

KI im Film

Auch wir fragen uns, welcher Game Changer die KI für uns als Filmproduktion sein kann. Science-Fiction-Filme gibt es ja viele, aber wie sieht es mit Filmen von KIs aus? Es existiert bereits ein Science-Fiction-Film, dessen Drehbuch von einer KI geschrieben wurde.

Das könnte der erste Schritt in eine komplett neue Richtung sein. KIs könnten uns also auch bald beim Filmen und Filme schneiden helfen, indem sie mit „Bildscannern“ arbeiten, die emotionale Ausdrücke erkennen und interpretieren können. Für Imagefilme würde dies eine komplette Palette an neuen Möglichkeiten bedeuten. Image- und Unternehmensfilme könnten dann mit KI Hand in Hand gehen und durch eine Bot-zu-Bot-Kommunikation würden diese Filme auch schneller und gezielter bei einer bestimmten Zielgruppe ankommen.
Das wäre für alle Beteiligten ein riesiger Zeitgewinn. Wir produzieren mit Unterstützung der KIs einen passenden Imagefilm und erreichen damit nicht nur die Zielgruppe des Kunden, sondern auch sofort alle anderen, die in einem Zusammenhang mit dem Inhalt des Films stehen.

Was die Kreativität betrifft, werden wir uns jedoch erst einmal nicht auf die KI verlassen können. Hier sind wir Menschen nach wie vor unersetzbar.
Dennoch ändern sich die Rahmenbedingungen von kreativer Arbeit, z.B. in der Bildbearbeitung oder im Tondesign. KI kann uns schon einiges an Arbeit abnehmen und als Support dienen. Es gibt sogar Systeme, die den Stil bestimmter Maler erlernen können. Auch im Film können sich im Support-Bereich neue Türen öffnen. Ein Beispiel wäre das Umwandeln von einem 2D- in einen 3D-Film oder das Thema Virtual Reality.
Schlussendlich kann man mit Hilfe der KI etwas Neues kreieren. Und zwar durch die Unterstützung der KI auf der einen Seite, und dem Menschen auf der anderen, der in Punkto Kreativität unersetzlich ist. Es geht also weniger darum, dass Jobs verloren gehen könnten, sondern dass wir viel schneller arbeiten werden und auch ohne große Vorkenntnisse in einem Bereich mit Hilfe der KI produktiv sein können.

Überlegt man sich mal wie viel KI bereits in unserem (Unternehmens-)Leben steckt und welche Möglichkeiten noch vor uns liegen, dann brauchen wir keinen Algorithmus um zu sehen: KI kann was!

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