Challenge accepted! TikTok im B2B-Marketing

Tanzende Teenager und skurrile Challenges – so wirklich interessant war die App TikTok im ersten Moment nicht für uns. Gerade als Filmproduktion wissen wir, wie viel Arbeit und Hingabe hinter Videos und Filmen steckt. Bei TikTok geht alles schneller, einfacher,
massentauglicher. Kein Wunder also, dass Apps wie diesen zunächst nicht unsere Herzen entgegenfliegen. Beschäftigt man sich etwas mehr mit den Inhalten fällt schnell auf: Irgendwas scheint da aber gut zu funktionieren. Wie schaffen es Videos von ein paar Sekunden Länge und mit einfachsten Schnittelementen binnen Stunden viral zu gehen? Woher kommen diese Millionen von Klicks?Und wie kann man das vielleicht auch für das eigene Business nutzen? Das, was sonst Tage oder sogar Wochen in der Postproduktion beansprucht, schafft auf TikTok selbst ein Laie in wenigen Minuten.
 
Die App ermöglicht es, einfachen Handyvideos im Handumdrehen Schnitt, Videoeffekte und Musik hinzuzufügen. Damit öffnet sie völlig neue Möglichkeiten, Content zu produzieren. Für Video Content Marketing ist es unverzichtbar, mit dem Zahn der Zeit zu gehen. Es gilt, sich auf Dinge einzulassen. Auch wenn sich auf den ersten Blick die Nackenhaare aufstellen. Sind wir nicht zu alt für sowas?
 
Die Antwort: Nein. Sind wir nicht. Ganz im Gegenteil. Immer mehr Erwachsene trauen sich an TikTok. Es ist unterhaltsam und irgendwie anders als andere Plattformen. Denn auch wenn man vielleicht nicht selbst in der Küche zu Shakira mit den Hüften wackelt, lässt sich die Zeit als stiller Zuschauer bestens vertreiben. Wer die App schonmal verwendet hat, weiß das. Das Scrollen macht süchtig. Für Unternehmen bietet TikTok sogenannte Business-Accounts an, auf denen Anzeigen geschaltet werden können. Gerade für die Geschäftswelt hat TikTok deshalb riesiges Marketingpotenzial. Und einige Businesses haben das schon längst erkannt. Die Kreativität ist nahezu grenzenlos. Hat man eine witzige oder spannende Idee, ist es gut möglich, dass das Video sich verbreitet und weltweit nachperformt wird. Darin steckt das Potenzial einer solchen App. Es geht, wie überall im Marketing, darum, kreativ zu sein, out of the box zu denken und sich zu trauen. Egal, ob es eine Challenge ist oder eine Tanzchoreografie – oder was vollkommen anderes. Gute Inhalte, die den Nutzern gefallen, werden geteilt und erreichen so in Rekordgeschwindigkeit viele Menschen. 
 
Im B2B-Bereich herrscht bislang noch eine eher skeptische Einstellung zu TikTok – klar, die App entspricht auf den ersten Blick nicht unbedingt dem klassischen B2B-Tool. Auf Grund der jungen Nutzerstruktur finden sich aktuell nur wenige unternehmerische Entscheidungsträger auf der Plattform. Das schreckt B2B-Unternehmen ab. Doch das kann man auch aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Die Konkurrenz ist nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht auf TikTok registriert. Das wiederum erhöht die Chance, sich von den anderen abzuheben und eine Zielgruppe anzusprechen, die in einigen Jahren in die gesuchte Altersstruktur reinwächst.
Nicht vergessen: Auch Instagram wurde in seinen Anfängen zunächst im Business-Bereich belächelt und kaum ernst genommen. Mittlerweile gibt es kaum ein Unternehmen, welches dort keinen Account besitzt. In China wird TikTok längst auch im B2B-Bereich erfolgreich eingesetzt. Dass Europa da noch nicht angekommen ist, ist keine Überraschung. Als Verkaufskanal muss sich die App hier zwar erst noch etablieren. Für Employer Branding ist sie aber schon jetzt durchaus für B2B-Unternehmen interessant. Unter den Nutzern befinden sich jede Menge potenzieller Mitarbeiter.
 
Vor allem eignet sich TikTok dafür, das Unternehmen nahbar zu machen, Einblicke hinter die Kulissen zu geben. Aus diesem Grund sind besonders Mitarbeiter von Unternehmen die idealen Markenbotschafter. Im B2B geht es darum, zu zeigen, wer hinter dem Unternehmen steckt. Das funktioniert mit verschiedenen Formaten:
 
  • Challenges, die gerade im Trend sind
  • Behind-The-Scenes-Material aus dem Büro
  • Mitarbeiter, die mit neuen Ideen Trends setzen
Der Trick dabei ist es, am Ball zu bleiben. TikTok ist längst keine Plattform mehr, über die man hinwegsehen sollte. Wir checken mittlerweile täglich ab, welche neuen Trends sich auf der App ausbreiten und nutzen dieses Wissen für unsere Ideen. Ständig entwickeln sich neue Formate, die dann für eine gewisse Zeit viral gehen. Wer also möchte, dass seine Marke verschiedene Zielgruppen erreicht, kommt an TikTok nicht vorbei. Nirgendwo sonst hat man die Möglichkeit, in diesem Tempo und in dieser Reichweite Bekanntheit zu erlangen – man muss nur wissen wie. Darum bilden wir uns in Sachen TikTok weiter und machen nicht mehr die Augen zu. Von wegen zu alt!

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