Al Dente goes Anamorph! – Wie bitte?

Al Dente Entertainment goes Anamorph! - Wie-bitte?

Al Dente goes Anamorph! – Wie bitte?

Imagefilme in Kinoqualität dank „anamorph“

Jeder, der ein Filmprojekt angeht, will seine Zuschauer mit spannenden Inhalten und beeindruckenden Bildern fesseln. Aber wie schafft man es ohne Hollywood-Budget einen Film mit hochwertigen Bildern im Kinolook umzusetzen?

Wer nicht täglich mit dieser Welt zu tun hat, kann nur schwer einschätzen, welche filmischen Stellschrauben die größte Wirkung haben. Ein mächtiges Werkzeug für Kinoqualität im Imagefilm sind die sogenannten „anamorphen Objektive“ und der damit verbundene Look.

Was bedeutet Anamorph und woher kommt es?

Anamorph bedeutet, dass das Bild im Objektiv verzerrt wird.

Aber warum würde man das tun?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir in das Jahr 1952 zurückreisen. Damals wurden alle großen Kinofilme auf 35mm Analogfilm aufgenommen. Dieser hatte ein Seitenverhältnis von 1.37 zu 1, also ein sehr hohes und enges Bild. Das Publikum hatte schon länger kritisiert, dass das für das menschliche Auge – welches ein sehr breites Sichtfeld hat – nicht optimal ist.

Die Lösung?

Anamorphotische Aufnahmen! Im Jahre 1952 kaufte 20th Century Fox die Rechte an diesem Verfahren und taufte es auf den Namen „CinemaScope.“ Das Bild wurde verzerrt aufgenommen und dann im Kino vom Projektor wieder entzerrt. Dadurch wurde das Bild vom schmalen Filmstreifen doppelt so breit auf die Leinwand projiziert und füllte deutlich mehr vom natürlichen Sichtfeld der Zuschauer aus.

Was hat das mit Unternehmensfilmen zu tun?

Eine ganze Menge! Seit 1952 sind nämlich zwei Sachen passiert:

1. Das Verfahren hat sich durchgesetzt! Ein großer Teil der Kinoproduktionen der letzten 70 Jahre wurde mit dieser (oder einer ähnlichen) Technik gedreht.

2. Das anamorphe Drehen ist nicht mehr nur Kinoproduktionen vorbehalten, sondern auch für größere Imagefilmprojekte denkbar geworden!

„Das sieht doch kein Laie!“ 

Da widersprechen wir! Das breitere Bildformat vermittelt sofort „Kinofeeling.“ Besonders markant sind die ausgeprägten „Flares“ (Lichtreflexe) im Bild. Falls du schon einmal einen Film von J.J. Abrams gesehen hast, weißt du genau, was wir meinen. Auch die Unschärfe sieht auf einem anamorphen Objektiv anders aus. Die hellen Lichtpunkte (Bokeh) werden durch das Stauchen oval.

Alles in allem hat sich der Look unterbewusst in unserem Gehirn als „cinematisch“ eingebrannt. Wenn wir ein anamorphes Bild sehen, denkt unser Hirn direkt an Kino.

Und jetzt sind wir auch damit ausgestattet. Wahnsinn, oder? – Seht selbst:

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